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Wennemar Haarmann

Landrat Haarmann

Wennemar Haarmann

Haarmann, Wennemar
(* 18.4.1914 in Dortmund, † 5.5.1993 Bad Oldesloe)
Jurist, Landrat

Haarmann prägte als Stormarner Landrat die Entwicklung des Kreises in seiner Amtszeit zwischen 1957 und 1975 maßgeblich und engagierte sich insbesondere in Fragen der Regionalplanung.

Seine berufliche Ausbildung hatte er mit dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg, Leipzig und Münster (1932-1935) begonnen, bevor er zwischen 1936 und 1939 als Gerichtsreferendar in Hamm/Westf. tätig war.

Nach Wehr- und Kriegsdienst sowie Gefangenschaft und der 1941 erfolgten Promotion setzte er seine Laufbahn nach dem Zweiten Weltkrieg als Assessor (1945-1947) und Städtischer Rechtsrat (1947-1950) in Hagen/Westf. fort. Anschließend wirkte Wennemar Haarmann sieben Jahre als Stadtdirektor in Lüdenscheid.

Am 25.6.1957 wählte ihn der Stormarner Kreistag erstmals zum Landrat (Amtsbeginn: 16.8.1957), bevor er am 5.3.1963 für zwölf weitere Jahre bestätigt wurde.

In seiner insgesamt 18-jährigen Amtszeit war er insbesondere an den vielfältigen regionalplanerischen Problemen interessiert, die sich in dieser Zeit des Strukturwandels für Stormarn ergaben. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit mit Hamburg sowie den anderen Hamburger Umland-Kreisen.

Haarmann gilt u.a. als Initiator der "Arbeitsgemeinschaft der Hamburg-Randkreise", die ab 1960 zu einem wichtigen Instrument der Regionalplanung wurde, und war Vorsitzender des schleswig-holsteinischen Landkreistages.

Er zeichnete sich darüber hinaus durch vielfältige ehrenamtliche Tätigkeiten aus, u.a. als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Für sein kommunalpolitisches Engagement, das sich auch in Fachveröffentlichungen niederschlug, erhielt er u.a. 1963 die Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille und 1974 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

Nach dem Ende seiner Amtszeit war Haarmann als Rechtsanwalt in Bad Oldesloe tätig.

NF

Schriften:

Gemeinsame Landesplanung Hamburg/Schleswig-Holstein, in: Deutsches Verwaltungsblatt 81 (1966), S. 292-300.

Die Hamburg-Rand-Planung aus der Sicht der schleswig-holsteinischen Kreise, in: Raumordnung an der Niederelbe. Methoden und Ziele, Kiel, Hamburg, Hannover 1968, S. 79-93.